Das FASEP® System – Die Gesamtlösung für die Faserlängenanalyse

FASEP® ist ein speziell für die Faserlängenanalyse entwickeltes System zur präzisen Bestimmung von Faserlängenverteilungen. Die Lösung kombiniert leistungsfähige Bildaufnahmesysteme mit intelligenter Analysesoftware und ermöglicht die automatisierte Vermessung von Einzel- und Faserclustern.

Dabei werden die extrahierten Fasern optisch erfasst, segmentiert und automatisch vermessen. Spezielle Algorithmen ermöglichen die automatische Separation und Vermessung von Faserclustern, also überlagerten oder verschlungenen Fasern. Das Ergebnis sind belastbare Kennwerte und aussagekräftige Faserlängenverteilungen für Forschung, Entwicklung und Qualitätssicherung.

Schneller analysieren. Besser verstehen.

Das FASEP® System für Entwicklung und Qualitätssicherung

Überzeugen Sie sich selbst von den Möglichkeiten des FASEP® Systems

Ob Entwicklung, Forschung oder Qualitätssicherung: Mit FASEP® erhalten Sie eine leistungsfähige Gesamtlösung für die präzise und reproduzierbare Faserlängenanalyse. Fordern Sie ein Angebot, eine Live-Demonstration oder ein Beratungsgespräch an.

Von der Probe zum Analyseergebnis​

Der typische Analyseablauf beginnt mit der Probenvorbereitung. Bei faserverstärkten Kunststoffen werden beispielsweise Granulate oder Proben aus Bauteilen verascht, sodass die Glasfasern isoliert vorliegen.

Anschließend werden die Fasern in einem speziell entwickelten Verdünnungsprozess aufbereitet. Dadurch wird die Faserkonzentration so eingestellt, dass die Probe in einer Petrischale verteilt werden kann und Faserüberlagerungen zuverlässig auswertbar bleiben. Die Faserlängenverteilung selbst wird durch diesen Prozess nicht beeinflusst.

Nach der Bildaufnahme werden die Fasern automatisch erkannt, vermessen und statistisch ausgewertet. Das Ergebnis sind detaillierte Faserlängenverteilungen und normgerechte Kennwerte, die unmittelbar für Entwicklungs- und Qualitätsentscheidungen genutzt werden können.

Perfektes Zusammenspiel von Hardware und Software​

Das FASEP® System wurde als Gesamtlösung entwickelt. Hardware und Software sind optimal aufeinander abgestimmt und ermöglichen einen effizienten und reproduzierbaren Analyseprozess.

Der Faserscanner verfügt über eine speziell entwickelte Beleuchtungseinheit, mit der selbst transparente Glasfasern kontrastreich sichtbar gemacht werden können. Die hochauflösende Bildaufnahme erzeugt Graustufenbilder, die von der Software zuverlässig segmentiert werden.

Für Anwendungen mit mikroskopischer Bildaufnahme stehen automatisierte Mikroskoplösungen mit verfahrbarem Probentisch zur Verfügung. Die Bildaufnahme und Auswertung sind vollständig in den Analyseprozess integriert.

Die Vermessung von Einzelfasern und Faserbündeln erfolgt über eigens entwickelte Algorithmen, die speziell für die Herausforderungen der Faseranalyse optimiert wurden. 

Ergebnisse und Berichte

Die Auswertung erfolgt automatisch und wird in übersichtlichen Berichten dokumentiert.

Typische Kennwerte sind unter anderem:
– Mittlere Faserlänge (Ln)
– Gewichtete mittlere Faserlänge (Lp)
– D50-Werte
– Weitere statistische Kennzahlen zur Faserlängenverteilung

Die Berichte enthalten:
– Histogramme der Faserlängenverteilung
– Kennwerttabellen
– Grafische Darstellungen
– Exportmöglichkeiten für Rohdaten
– Sprachauswahl deutsch-englisch

Das System eignet sich sowohl für Kurzfasern als auch für Langfasern und Ultralangfasern (0,025 mm – 25 mm und länger).

Typische Anwendungen

FASEP® wird weltweit für die Untersuchung von Fasern und faserverstärkten Materialien eingesetzt. Typische Anwendungsgebiete sind:

  • Kunststoffgranulate
  • Spritzgussteile und Kunststoffbauteile
  • Rohfasern
  • Verbundwerkstoffe
  • Kundenseitig erstellte Faserbilder und Mikroskopaufnahmen

Ein besonders häufiges Einsatzgebiet ist die Analyse von faserverstärkten Automobilbauteilen. Dabei wird die Faserlängenverteilung in hochbelasteten Bereichen untersucht, um die gewünschte Verstärkungswirkung nachzuweisen.
Bereits während der Entwicklung neuer Spritzgusswerkzeuge können Bauteile aus verschiedenen Kavitäten analysiert werden. Potenzielle Schwachstellen werden dadurch frühzeitig erkannt, Entwicklungszeiten verkürzt und spätere Qualitätsprobleme vermieden.

Vorteile gegenüber anderen Verfahren

FASEP® wurde entwickelt, um die Grenzen klassischer Verfahren zur Faserlängenbestimmung zu überwinden.

Höhere Aussagekraft
Während bei manuellen Verfahren häufig nur wenige hundert Fasern ausgewertet werden können, ermöglicht FASEP® die Analyse von mehreren Tausend Fasern pro Messung. Dadurch werden die Ergebnisse statistisch deutlich belastbarer.

Höhere Genauigkeit
Die Genauigkeit einer Faseranalyse wird nicht allein durch die Bildauflösung bestimmt, sondern vor allem durch die Fähigkeit, komplexe Fasercluster korrekt zu interpretieren. Der FASEP®-Algorithmus wurde speziell für diese Aufgabe entwickelt und ermöglicht selbst bei 2400 dpi-Scanaufnahmen die zuverlässige Erkennung und Vermessung von Fasern ab etwa 25 µm Länge. Dadurch werden präzise Ergebnisse bereits mit großflächigen und effizient erfassbaren Scanbildern möglich.

Bewährte Probenvorbereitung
Die für FASEP® entwickelte Präparationsmethode wurde über viele Jahre optimiert und bereits tausendfach erfolgreich eingesetzt. Schulungen werden von erfahrenen Anwendern durchgeführt, die sämtliche Besonderheiten und potenzielle Fehlerquellen aus der Praxis kennen.

Einfache Bedienung
Die Bildaufnahme mit dem Faserscanner ist besonders benutzerfreundlich gestaltet. Auch die automatisierte Mikroskoplösung ermöglicht eine komfortable und reproduzierbare Datenerfassung mit minimalem Bedienaufwand. 

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